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Hippolyte Léon Denizard Rivail

Allan Kardec Goedart Palm

© Goedart Palm 

 

Viel spricht dafür, dass paranormale Überzeugungen und Eindrücke auf einem höheren Dopamin-Grad im Gehirn zurückzuführen sind. Sollten Emanuel Swedenborg, Jakob Böhme, Alan Kardec, August Strindberg, die die Gabe der Apophänie (plötzliche Wahrnehmung von Verbindungen und Bedeutungen in vermeintlich unverbundenen Phänomenen) besaßen, lediglich Opfer und Nutznießer ihres Dopamin-Pegels gewesen sein? Auch die antiken Götter, Orakel, Lourdes, Fatima und spirituelle Eingebungen aus dem jenseitigen "Off": nichts als schnöde Dopaminüberfunktionen?  

In einer Zeit horrender Glaubensverluste, leer stehender Kirchen, von verwaisten Klöstern ganz zu schweigen, könnte die biochemische Frohbotschaft lauten: Gebt den Glaubensschwachen ihr tägliches Dopamin-Plus und göttliche Stimmen, Marienerscheinungen, aber auch Teufelsspuk und selbstverständlich Verschwörungstheorien werden wieder so normal wie paranormal. Wirklichkeit ist halt, wie sie Stanislaw Lem in einer seiner Geschichten entwarf, ein Drogeneffekt. Sollte sie nur so auszuhalten sein?  

Paranormal Begabte freilich wird die säkulare Herkunft ihrer Visionen nicht beeindrucken, da schließlich der Herr für die Verteilung des Dopamins verantwortlich ist und die Wege des Herrn, sich seinen Gläubigen mitzuteilen, eben unergründlich bleiben.

Goedart Palm

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Copyright. Dr. Goedart Palm 1998 - Stand: 30. Mai 2014.