Die alte Vitrinenherrlichkeit, Natural History Museum London 1968, 

Goedart Palm mittenmang, Diplodocus, Triceratops of the pops...

Der britische Begriff von Pädagogik war immer bildorientierter als der hiesige, 

deswegen haben sie in London auch bessere Kinderbücher gemacht. Was mich immer beeindruckte, waren die englischen Schulklassen, die mit Zeichenpapier ausgerüstet, die zahlosen Viecher abbildeten. Diese Museen waren zwar noch nicht so hochanimiert wie heute, aber hatten bereits eine interaktive Idee. Im Science Museum gab es im basement eine Kinderabteilung. Beispielsweise konnte man Uran transportieren, oder einen Goldball greifen, der mit einer Lichtschranke gesichert war und deshalb nie ergriffen wurde. Die britischen Museen haben maßgeblich meinen Begriff von Künstlichkeit ausgebildet, die ersten Heterotopien, die ich auch als solche definiert hätte. Jeder Schaukasten ist eine eigene Welt, im Museen zumeist Thanatope.  

 

Natural History Museum London Diplodocus Triceratops of the pops

 

Später am Trafalgar Square - these were the sixties. 

Trafalgar Square doves sixties Goedart Palm


Vitrinenkultur Schaufensterkultur

 

Diese Kästen mit musizierenden Affen gab es in London zuhauf, oft als Spendenautomat für Behindertenorganisationen. Ein bisschen moderierter Dschungel in der Großstadt. Zwei Welten mit ähnlichen Prinzipien. 

 

 

 

 

Olympier Goethe Schiller GoedartNoch mehr Vitrinen

Wanderer kommst Du nach Weimar, begegnen Sie Dir überall. Goethe und Schiller als Klein- und Großplastik, aus Porzellan und jedem erdenklichen Material. Sie liegen in allen Medienvarianten in ihren gläsernen Särgen und warten auf Dich, Du müder Rezipient. Klassisch kann also auch der Nippes sein. Klassik schützt vor Kitsch nicht. Die Häuser der beiden Großdichter erscheinen mir wenig authentisch. Danach hing das Antlitz Schillers über dem Bett seiner Frau. Seine Wohnung wäre der narzisstische Overkill gewesen. Hier wurden offenbar eifrig nachinstalliert. Es gibt nur eine Aussage: Hier ist der Dichter gewesen, hier ist er anwesend. Die Geschichte guckt dich an. Diese Prätention funktioniert nicht, weil der Aufenthalt der beiden Nationaldichter fetischisiert wurde, ohne dass die Fetische besonders sprechend wären. Mit einem Wort: Man muss sie lesen. Aber wer tut das schon noch, wenn die flüchtige Vitrinenkultur so viel schneller zu goutieren ist?

 

Architektur  

Baudrillard Beckett 

Benjamin Comix

Delacroix Digitale Kunst Festspielhaus

Kinomagie Klärwerk III Luhmann

El Greco  Virtuelle Malerei 

art numerique Florian Schneider Halluzinogen

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 Reproduktionen Rockenfeld

Schönheit  telepolis Theater

VERNISSAGE  

Worst 

 

 

 

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Copyright. Dr. Goedart Palm 1998 - Stand: 20. Oktober 2013.