Das Projekt
Diese Website ist Archiv, Werkstatt und Versuchsanordnung.
Seit den späten 1990er Jahren beschäftigen mich digitale Medien, virtuelle Wirklichkeiten, Literatur, Philosophie und die Frage, was technische Systeme mit unseren Vorstellungen vom Menschen machen. Inzwischen hat sich das Verhältnis umgekehrt: Nicht mehr nur Menschen betrachten Maschinen. Maschinen betrachten, beschreiben und imitieren zunehmend auch Menschen.
Künstliche Intelligenz verschärft damit Fragen, die älter sind als sie selbst. Was bedeutet Autorschaft, wenn Texte maschinell erzeugt werden können? Was bleibt von Kreativität, wenn Stil reproduzierbar wird? Was heißt Intelligenz, wenn sie nicht mehr notwendig an einen menschlichen Körper gebunden ist? Und warum sollte ausgerechnet der Mensch bei der Beschreibung all dessen die neutrale Instanz sein?
Die Texte und Arbeiten dieser Website bilden keine geschlossene Theorie. Sie sind eher eine fortgesetzte Baustelle: ältere Positionen neben neueren, Essays neben Aphorismen, Bilder neben Argumenten, Irrtümer neben Dingen, die sich überraschend gut gehalten haben.