© Goedart Palm 

 

 

Film und Fortschritt, so hätte die Werbebroschüre in den zwanziger Jahren des 20.Jahrhunderts geheißen. Mehr Bilder, klarere Bilder, farbige Bilder... Die bei weitem wichtigste Errungenschaft des Films in den letzten Jahren ist das Bonus-Pack, die Bilder des "making of", die Mutationen der Maske und alle anderen Vor- und Hinterbilder einer Produktion. Der Film wird entauratisiert und damit analytisch. Diese "special features" vervielfachen unsere Perspektiven und damit zugleich den Film. Dabei ist es ein Nebenthema, nun den "director´s cut" oder die "final version" zu reauratisieren, weil wir selbst nun den "cut" machen, der uns wichtig erscheint. Die "schönsten Stellen" werden konzentriert, bis das Drama verschwindet. Die Zeit wird gestreckt, gestaucht, entmachtet. Der Film der Zukunft? Die Entwicklung zeichnet sich ab: Der Film, der uns vom Zuschauer zum Macher emanzipiert, wir denken unseren Film selbst und die "engines" machen den Rest. Hier erst wird sich der Begriff des "Heimkinos" erfüllen. Denn gegenwärtig haben sich die Produktionsverhältnisse noch nicht endgültig von den großen Studios emanzipiert. Noch treffen wir auf Mensch und Material in Ballungsverhältnissen, um den Film als Mega-Seller zu totalisieren. Wir gehören zu den letzten Besuchern dieser Maschine, die große Entwürfe bereit hielt, doch zuletzt zu deutlich werden ließ, dass zwischen den präfabrizierten Obsessionen und den eigenen mehr als eine Neue Welle liegt. 

Goedart Palm beim Betrachten der "Collector´s edition" von Pans Labyrinth (Labyrinth halten wir als Stichwort fest)

Goedart Palm Textbaustelle Nighttrain Nostalgie

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Copyright. Dr. Goedart Palm 1998 - Stand: 16. Mai 2014.