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Klima- und Kunstkatastrophen 2007

 Goedart Palm

 (Insider-Newsletter: Nur für Medienvertreter und potentielle Käufer)

Dispersive, meinetwegen auch verstreute Gedanken anlässlich einiger Bilder von Goedart Palm und Familie in der Klärwerk III – Jubiläumsausstellung 2007

I. Über den richtigen Gebrauch der Methode  

Die Bilder sind mit Kaffee (aufgebrüht und als Pulver), Sepia, Acryl und dem Material hergestellt worden, das gerade zuhanden war. Das Material liegt – wie die Ideen auch – bekanntlich auf der Straße, was in vorzüglichster Weise Materialismus und Idealismus nicht als Gegensatzpaar, sondern als konzertante Beziehung präsentiert.  

II. Zu den Arbeiten (nur teilweise abgebildet, um sich an den nicht gestrichenen, renovierungsbedürftigen Wänden des Hauses an der Redoute besser zu Recht zu finden.)

 

 (Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)

Kleine Klimakatastrophe – Moderne Kunst und modernes Klima haben die Gemeinsamkeit, unausweichlich in die Katastrophe zu steuern, auch wenn es lediglich eine imaginäre sein sollte. Insofern passt das Klima zu den Bildern.

 

 (Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)

„Konstanze und Goedart können sich nicht auf ein gemeinsames Bild einigen“ – Ein Bild ist nicht nur die Summe seiner Zerstörungen (Picasso), sondern kann sogar zum Ausdruck einer nicht auflösbaren Meinungsverschiedenheit werden. Dieses Bild ist chaotisch und – leider Gottes –tendenziell auch unernst. Ach hätten wir doch nicht den heiligen Schauer vor der Kunst verloren! Jedenfalls stammen einige Kritzeleien von Konstanze und die unentschiedene Farbgebung ist auf Goedart zurückzuführen. Es ist auch zweifelhaft, bei diesem Bild von wahrer innerer Notwendigkeit zu sprechen.    

Klimastudie – Das Bild erinnert von ferne an diverse Landschaftsmalweisen, die im Laufe der Jahrhunderte so kürzelhaft bis telegrammatisch geworden sind, dass man solche Bilder in ca. einer halben Stunde malen kann. Dafür bedanken wir uns bei der Kunstgeschichte und den radikalen Umwälzungen im künstlerischen Zeitmanagement, die das Künstlerdasein zur Verwöhnexistenz umformten.    

Stuka-Bild - das lassen wir mal unkommentiert, aber Leonards Bild bleibt ja thematisch streng an die Vorgabe gebunden, Katastrophen eben.  

Kaffeefleckenlandschaft – Denkt immer an Karl Rosenkranz! Oder verfällt der binäre Code „Schön/Hässlich“ der Albernheit?     

 

 Kaffeebild – Recht hübsch die kleine Landschaft links oben, sonst eben eher kaffeedüster…

(Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)  

Tote Taube – Nicht mir, sondern einem Mitarbeiter ist das Bildthema erschienen, wie es ja ohnehin völlig egal ist, was der Künstler sagt, wenn er überhaupt etwas sagt. „Bilde Künstler, rede nicht“ (Goethe).

 (Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)

 

Feine Milde  Tchibo Schonkaffee und Indian Ink zerlaufen zu skizzenhafter Landschaft  

(Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)

 

 

Kaffeekatastrophe (mit Karl Schmidt-Rottluff-Zitat)  

(Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)

   

 

Landschaft Ohne Titel 1 (Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)

   

 

Landschaft Ohne Titel 2  (Aus der Serie: Schlechte Abbildungen in langweiligen Katalogen)

Die Schwarzweiß-Abbildungen muten an wie aus einem alten 50er Jahre-Kunstkatalog mit traurig unambitionierten Bildern. Die Originale sind etwas frischer. Diese Bilder entstanden ohne Kaffee, sind auch eigentlich nicht katastrophisch, eher strahlen sie die Müdigkeit nach einer überstandenen Apokalypse aus. Vielleicht sollte man ihnen auch sprechende Titel geben…  

Goedart Palm, im Mai 2007  

Der Stückpreis für die 50cm mal 70cm Formate beträgt exakt 1.400 €, der der beiden großen 2.000 €. So genau lässt sich also Kunst bewerten, Fläche mal Berühmtheit. Übrigens, Spiegel online 16.05.2007, gestern bei Sotheby's: "White Center" von Mark Rothko.: „Der Hammer fällt. 65 Millionen Dollar plus Kommission. Macht 72,84 Millionen Dollar.“

 

 

 

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Copyright. Dr. Goedart Palm 1998 - Stand: 20. Oktober 2013.