Spiel

Wo sind wir hingeraten? 

 

Goedart Palm - Texte zum Thema "Spiel" 

Fünfziger Jahre

Helden

Painstation - Leiden und leiden lassen

Playstation Gehirn

Schach - noch ein Versuch, das Endspiel zu verstehen

Vgl. auch Texte zum Spielen in Cybermedienwirklichkeit

 


Schafft Olympia ab!

Goedart Palm 04.08.2012

Zur Selbstdemontage der Heuchelspiele

 

"Schneller, Höher, Stärker" (lateinisch: citius, altius, fortius) ist der industrielle Leitspruch für eine Leistungsgesellschaft, die ihr Maß verloren hat. Wer solche Sprüche klopft, zielt auf Benchmarking, Leistungssteigerung und permanente Unzufriedenheit mit dem je Erreichten. Die sozioökonomischen Resultate dieses Denkens erleben wir gegenwärtig. Nun ist der Spruch nicht vom irgendeinem Werkstor geklaut worden, sondern beschreibt das Ethos der olympischen Spiele der Neuzeit. Pierre de Coubertin, der glaubte, mit diesem Leitmotiv alle hehren Menschheitsziele verbinden zu können, sah übrigens in seiner mangelnden Anwendung die Ursache für Frankreichs Niederlage im Krieg 1870/71. Wäre der ein Schelm, der im Zeichen von Olympia Sport mit Krieg, mit Nationalismus, mit Leistungsterror und diversen Untugenden einer um ihr Maß gebrachten Gesellschaft assoziiert?

 

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Die Personenschilderung auf dem Steckhalma: Die beiden Spieler sind vermutlich Autisten, während wir doch glaubten, Halma spiele man miteinander. Der ältere Spieler bedächtig, der Junge frech und schnell. Gut, dass es ein schwedisches Steckhalma ist, das vermittelt Solidität und gibt einen echten Ansporn bei den Steckhalma-Weltmeisterschaften Herausragendes zu leisten. 

Vielleicht ist ja die Schule, die Kinder schon früh dem "Ernst des Lebens" unterwirft und das vermeintlich zweckfreie Spiel oft nur auf den Pausenhof verweist, ein großer pädagogischer Irrtum. Bekoff gibt zu bedenken, dass die organisierten Spiele, die Erwachsene Kindern angedeihen lassen - Turn- und Fußballverein oder etwa die in Amerika von Erwachsenen organisierte "Little League Baseball" - gar kein gehirnwirksames Verhaltensrepertoire beinhalten, weil hier Spontaneität von Leistungsdruck verdrängt werden. Auch der Terror gewisser Formen der Vorschulerziehung, die schon frühzeitig kindliche Neugier mit elitären Visionen von Eltern und Erziehern betrügt, dürfte einer Revision zu unterziehen sein. Neil Postmann hat das in bewährt kulturapokalyptischer Weise so formuliert: "Das Kinderspiel ist zu einer Hauptbeschäftigung der Erwachsenen geworden, es ist professionalisiert worden und bildet nicht mehr eine von der Sphäre der Erwachsenen getrennte Welt für sich. " Mit anderen Worten: Gebt den Kindern ihre Spiele zurück. Sie wissen schon, was sie tun.

Kinderspiel

Die Skulptur in Weiß, mit Bleistift gezaubert, Perrault, der Märchenerzähler

Abbey Architektur  

Bammé

Barthes Bataille

Baudrillard Beckett  Benjamin  

Bonn Comix

Delacroix Digitale Kunst Festspielhaus

Kinomagie Klärwerk III

  Luhmann

El Greco  Virtuelle Malerei 

art numerique Florian Schneider Halluzinogen

Heidegger

Matisse  Medien Multiversum

Kino  Pädagogik Personen

 Reproduktionen Rockenfeld

 Salon Schönheit

Sils telepolis Theater

VERNISSAGE  Wissenschaft 

Worst

 

 

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Copyright. Dr. Goedart Palm 1998 - Stand: 20. Oktober 2013.