cmwsm.jpg (5760 Byte)

 

 

Die virtuelle Textbaustelle thematisiert zahlreiche Aspekte neuer und neuester Medien. Leider ist sie etwas verschlungen. Nutzen Sie die Suchmaschine... oder folgen Sie den Stichwörtern >> 
Autor Goedart Palm

Ästhetik Schönheit Ideal

Aphorismen

Aporien des Cyberspace

Theodor W. Adorno

Artodondron

Antiphänomenologie

The Official Website of Goedart Palm

Samuel Beckett Theater des Absurden

Bioethik - Biosophie

Chillout

Cinetime - Rivette - Magie

CyberMedienWirklichkeit

CyberMedienWirklichkeit II

Feedback - Cybermedienwirklichkeit

Galerie - Goedart Palm

Gott und die Welt

Historisches

Hagakure Ghost Dog

Journalismus - Online-Journalismus

Kino

Krieg

Krieg in  Zeiten des Netzes

Leserbeschimpfung

Literatur im Netz

Medienportal

Medienterrorkrieg

Museum der Zukunft

One Plus One - Godard - The Rolling Stones

Georges Orwell

Paperdreams

Politik

Schnipsel

Sphären - Sloterdijk

Texte zum Krieg

Theater - Politik - Glatzer

Verdikte - Kind of Blog

Virtual Family

Virtuelles Museum

Zeitherrschaft

Noch mehr Aktuelles hier unter Blogger.com

Search this site or the web powered by FreeFind


Site search Web search

 
Zum Kriegsdesign des 21. Jahrhunderts

Goedart Palm, Florian Rötzer (Hg.): MedienTerrorKrieg - Zum neuen Kriegsparadigma des 21. Jahrhunderts, 293 Seiten, Heise/telepolis, Hannover 2002.

MedienTerrorKrieg ist eine aktuelle Publikation aus dem Telepolis Autorenkreis. Das Online-Magazin Telepolis wurde 1996 gegründet und begleitet seither die Entwicklung der Netzkultur in allen Facetten: Politik und Gesetzgebung, Zensur und Informationsfreiheit, Schutz der Privatsphäre, wissenschaftliche Innovationen, Entwicklungen digitaler Kultur in Musik, Film, bildender Kunst und Literatur. Telepolis ist zu finden unter www.telepolis.de!

Medienterrorkrieg Goedart Palm

Das Buch gliedert sich in vier Teile: Im ersten Abschnitt beschreiben die Autoren einen Krieg zwischen Globalisierung und nationaler Sicherheit. Wie werden die Kriege des 21. Jahrhunderts geführt? Die Front während des ersten Kriegs des 21. Jahrhunderts in Afghanistan war ein “bizarres, ständig wechselndes Liniengeflecht ohne geopolitische Kultur”. Historisch galten Kriege immer als Bankrotterklärung politischen Handelns, als letzte Alternative. “High intensity conflicts” werden durch “Low intensity conflicts” abgelöst.
Kriege der Zukunft werden nicht nur von großen Armeen mit schweren Waffen geführt, sondern vor allem von kleinen, vernetzten, mobilen, technisch-hochgerüsteten und vernetzten Spezialeinheiten.

Das zweite Kapitel ist mit “Terrorismus und Angstproduktion” überschrieben und beschreibt die Mechanismen des Terrorismus zur Erzeugung von Angst. Die Autoren ziehen einen weiten Bogen von der Geschichte der Biowaffen seit dem Mittelalter bis zur “Schwarzen Biologie” der Viren und Bakterien.

Das dritte Kapitel widmet sich den aktuellen und zukünftigen Medienkriegen und welche Rolle den Massenmedien in Kriegzeiten zugeordnet wird. Während die amerikanischen Armeen der vergangenen Jahrhunderte wegen ihrer Freizügigkeit in der Fronberichterstattung als Vorbild für eine moderne Mediendemokratie galten, ist die Berichterstattung seit Vietnam immer mehr durch eine strikte Zensur gekennzeichnet. So wird der CBS-Nachrichtenchef Dan Rather zitiert: “George Bush ist der Präsident. Er trifft die Entscheidungen und wie es sich für einen Amerikaner gehört: wo immer er mich haben will, ich reihe mich ein, sag mir nur wo.”

Die Zukunft des Krieges wird im letzten Kapitel thematisiert. Soldaten der Zukunft werden immer mehr zu Hackern und Bildschirmarbeitern. Moderne Kriegsführung erinnert immer mehr an Computerspiele und Computersimulationen. Trotzdem werden zukünftige Kriege nach Ansicht der Autoren nicht unbedingt unblutiger oder weniger grausam werden. Aber “die Kontrolle über die Kommunikationskanäle und Netzwerke dürfte sich als kriegsentscheidend erweisen”. Satelliten, Anti-Satellitensysteme, Weltraumminen und andere Weltraumwaffen führen seit Ronald Reagans “Star Wars”-Vision auch zu einer Revolution der Kriegsführung im Weltraum. Und insgesamt ist eine immer höhere Technologieabhängigkeit zu beobachten.

Die meisten Passagen von MedienTerrorKrieg provozieren und hinterlassen an wenigen Stellen auch einen dogmatischen Eindruck. An der einen oder anderen Stelle wäre sicherlich auch Platz für eine Gegenmeinung gewesen. Doch insgesamt helfen alle Artikel einen etwa kritischeren Standpunkt, bzgl. der Geschehnisse nach dem 11. September, einzunehmen. Der Leser wird sensibilisiert, wie der Terrorismus das staatliche Gewaltmonopol untergräbt.
Ein durchweg lesenswertes Telepolis-Buch zum einem fairen Preis. Unbedingt lesen!

Autor der Rezension: Frank Romeike
 

Rezension in c/t vom 26.08.2002/Heft 18

Goedart Palm

 

 

Goedart PalmRezension Radio Lounge

MEDIEN TERROR KRIEG

Goedart Palm / Florian Rötzer (Hrsg.)

MedienTerrorKrieg
Zum Kriegsparadigma des 21. Jahrhunderts
Telepolis

Wie werden Kriege im 21. Jahrhundert geführt? Welche Rolle spielen klassische und digitale Medien, insbesondere das Internet, in der Frontbildung von Staaten gegen Terroristen? Der aktuelle TELEPOLIS-Band (Telepolis magazin der netzkultur ist ein kritisches Internetmagazin – zu finden unter www.telepolis.de) beschäftigt sich intensiv mit diesen Fragen und beleuchtet reale und virtuelle Gefechtsfelder.

Übermäßige Aufrüstung, globale Aufmerksamkeitsschlachten und freiheitsgefährdende Antiterrorgesetzgebung jenseits des 11. Septembers 2001 werden in dem TELEPOLIS-Buch "MedienTerrorKrieg" eingehend erörtert und mit konkreten Ausblicken auf eine immer bedrohlichere Weltlage verbunden.

Der Krieg gegen Afghanistan unter dem Titel "enduring freedom" als Folge des Terrorangriffs vom 11. September zeigt, dass Kriege in Zukunft nicht mehr nur von großen Armeen mit schweren Waffen geführt werden, sondern unterstützt durch massive Luftangriffe von kleinen, mobilen, technisch hochgerüsteten und vernetzten Spezialeinheiten, deren Vorgehen von unbemannten ferngesteuerten oder autonom agierenden Systemen vorbereitet und begleitet wird. Krieg wird nicht mehr zur letzten Alternative sondern wird als präventive Maßnahme eingesetzt, deren Notwendigkeit immer weiter in die politisch-militärischen Strategien vorverlagert wird.
Erfolgreich im Golfkrieg erprobt, geht damit die Abwesenheit der freien Presse auf dem Schlachtfeld einher – ein vielfaches an neuen Medien erzeugt leider nicht eine neue Informationsvielfalt. Die Autoren zeigen auch welchen Pressionen Sender wie Al Dschasira ausgesetzt werden, die in diesem Konflikt auch die nichtwestlichen Ansichten zeigen wollen. Die Sendezentrale von Al Dschasira in Kabul wurde kurz nach Beginn des Afghanistankrieges durch einen Bombenangriff der Alliierten zerstört. Die Ablösung der „High intensity conflicts“ durch die „Low intensity conflicts“ ist gerade für die Zivilbevölkerung keine frohe Botschaft: gab es im 1.Weltkrieg 15% Ziviltote, im 2.Weltkrieg 65 %, so zeigen die letzten „low intensity conflicts mit ca. 90 % Ziviltoten, dass die Restriktionen letaler Kriegsfolgen auf reguläre Kombattanten immer unwahrscheinlicher wird.

In "MedienTerrorKrieg" setzen sich die Autoren damit auseinander, wie der Terrorismus durch seine kaum verhinderbaren Anschläge das staatliche Gewaltmonopol untergräbt. Dabei untersuchen sie insbesondere die Verbindung zwischen Terror, Krieg und Medien: Eine Gesellschaftsform, in der der Panikvirus quasi als Waffe epidemisch um sich greift, so die These in dem TELEPOLIS-Buch, könne die Folge sein.

Zur Zeit ist nach meiner Auffassung kein anderes Buch auf dem Markt, welches die Folgen des 11. September in dieser inhaltlichen Vielfalt kritisch vor dem Leser ausbreitet. Schade das diese Aspekte kaum in die politische Diskussion einfließen, aber wie heißt es so schön: Beim Krieg bleibt als erstes die Wahrheit auf der Strecke.


Zu den Autoren:

Goedart Palm (www.goedartpalm.de), geboren in Köln. Studium der Philosophie, Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte. Promotion zum Thema "Staatliche Kunstförderung". Eigene Anwaltskanzlei. Vorträge und zahlreiche Texte zu Medien, Krieg, Kunst u.a., seit 2000 insbesondere für die Online-Magazine "Telepolis" und "Parapluie".

Florian Rötzer, geb. 1953, ist Chefredakteur von Telepolis. Letzte Buchveröffentlichungen u.a.: Digitale Weltentwürfe, München 1998; Megamaschine Wissen, Frankfurt a. M. 1999; Ressource Aufmerksamkeit (Hrsg.), Kunstforum International Bd. 148, 1999; Cyberhypes (Hrsg. mit R. Maresch), Frankfurt a. M 2001.

Das Buch ist im Verlag Heinz Heise (Juni 2002) erschienen und kostet 19.50 Euro
ISBN 3-88229-199-0
Da das Buch zum Thema Medien Terror Krieg sicherlich als Referenzwerk zu gelten hat, hätte man sich hier eine Hardcoverausgabe gewünscht.

Link

 

 

Book review: MedienTerrorKrieg

MedienTerrorKrieg - Zum Kriegsparadigma des 21. Jahrhunderts ist in der Telepolis Reihe des Heise Verlags erschienen, und schon etwas älter, aus 2002. Es handelt sich um einzelne Artikel mehr oder weniger bekannter TP-Autoren wie Florian Rötzer oder Goedart Palm.

Die einzelnen Artikel gehen auf bestimmte Geschehnisse nach den Anschlägen auf das WTC ein, die Reaktion der Medien, die Macht von al-Dschasira, Reaktionen der USA, Kriegsmöglichkeiten, Kriege der Zukunft und Cyberterror und noch einiges anderes. Das Jahr der Herausgabe ist dem Buch jedenfalls nicht anzumerken.

Absoluter Lesetipp sind die Artikel von Goedart Palm, die einerseits zwar in ihrer sprachlichen Komplexität sehr stark herausstechen (vor allem der erste), andererseits aber genau dadurch sehr bindend an den Leser (zumindest an mich) sind. Gerne mehr davon.

Das Buch bekommt man gebraucht für knapp die Hälfte bei amazon, Kauftipp!

Amazon.de

Verbreitete Informationen endlich mal kritisch bewertet,

18. Juli 2002

Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Köln, Nordrhein-Westfahlen Deutschland

Dieses Buch gibt Einblicke und Vorstellungen wie man manipulativ Szenarien sehr einseitig darstellen kann, um die vorherrschende Meinung zu einem Sachverhalt in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Weiterhin werden von den Herausgebern kritische Betrachtungen zu den Anschlägen des 11. September angeboten, die logisch und schlüssig nachvollziebar sind.
Ebenso werden neue Formen zukünftiger Möglichkeiten der Kriegsführung plausibel dargestellt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für den kritischen Leser, der sich gern umfassend über heikle Themen, die im Titel des Buches aufgeführt sind, informieren möchte, da ihn von unterschiedlichen Autoren fundiert recherchierte Artikel erwarten.


Durchschnittliche Kundenbewertung:  
Anzahl der Kundenbewertungen: 2

Hochinteressant aber auch beängstigend. Lesen!, 8. Oktober 2002

Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Hamburg Deutschland

Wer nicht auf Ewig geblendet von Medien umher laufen möchte, sollte dieses Buch lesen. Es ist unfassbar, was besonders in den USA mit der (Presse)freiheit geschieht. Besonders kritisch wird auch die Bush-Regierung betrachtet - was mehr als nötig ist. Durch mehrere Autoren ist der Schreibstil abwechslungsreich. Leider wiederholen sich dadurch aber auch einige Themen an versch. Stellen. Trotzdem: lesen!

Internationale Politik und Gesellschaft
International Politics and Society 1/2003

Rezension von

Bernhard Rinke
Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik

Hamburg

 

 

Aktuell - Aphorismen - Autor - Bioethik - Email - Galerie - Home - Impressum - Krieg - Literatur - Personen - Rechtsanwaltskanzlei - Satiren - Telepolis

Home ] Nach oben ]

 

Copyright. Dr. Goedart Palm 1998 - Stand: 20. Oktober 2013.